Wann:
11. February 2017 um 13:00 – 16:00
2017-02-11T13:00:00+01:00
2017-02-11T16:00:00+01:00
Wo:
Brandenburger Tor

Seit Dezember 2016 werden vom deutschen Staat Sammelabschiebungen nach
Afghanistan durchgeführt. Die Menschen werden aus ihrem Leben in
Deutschland gerissen und an einem der gefährlichsten Orte der Welt
abgesetzt. Afghanistan ist nicht sicher. Nirgends und für niemanden. In
Afghanistan herrscht Krieg.

An vielen Orten Deutschlands regt sich Widerstand gegen diese inhumanen
Abschiebungen. Das ist dringend nötig! Deshalb werden wir am 11. Februar
2017 gemeinsam in vielen Städten auf die Straße gehen. Auch in Berlin.
Lasst uns nicht hinnehmen, dass die Rechte von Geflüchteten brutal
missachtet werden! Kommt zur Demo und bringt eure Freund*innen mit!

Wir wehren uns gegen Abschiebungen! Afghanistan ist nicht sicher! Für
einen sofortigen Abschiebestopp! Für ein solidarisches, vielfältiges,
migrantisches Berlin!

Samstag, 11. Februar 2017, 13.00 Uhr. Brandenburger Tor.

Facebook: http://bit.ly/2jwsId0

Berliner Bündnis gegen Abschiebungen nach Afghanistan
(http://bit.ly/2jEkiOc)

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Aufruf zur Demonstration am 11. Februar 2017 [Farsi- und Pashtu-Übersetzungen auf Facebook (s.o.):

Abschiebestopp nach Afghanistan jetzt!

Wir sind wütend: 34 Menschen wurden im Dezember 2016 in einer
Nacht-und-Nebel-Aktion nach Afghanistan abgeschoben. Viele von ihnen
lebten seit Jahren in Deutschland und hatten hier ihr gesamtes
Lebensumfeld: ihre Freundinnen und Freunde, ihre Familie, ihre Arbeit,
ihre Gemeinde oder ihren Sportverein. Die Bundesregierung hat
angekündigt, dass 2017 weitere Abschiebeflüge in das Kriegsgebiet
stattfinden sollen. Die Entscheidungen für die unmenschlichen
Abschiebungen fallen im Bundesamt für Migration und Flucht, das für
diesen Zweck von Innenminister de Maiziere massiv unter Druck gesetzt
wird. Doch die Abschiebungen durchführen sollen die Landesregierungen.
Deshalb hat der Innenminister von Schleswig-Holstein die
Landesinnenminister der anderen Bundesländer dazu aufgerufen einen
Abschiebestopp nach Afghanistan zu verhängen. Bis jetzt ist dazu vom
Berliner Innensenator Geisel nichts zu hören. Der rot-rot-grüne Senat
muss sich klar bekennen: gegen Abschiebungen nach Afghanistan!

Denn eines ist klar: jede Abschiebung nach Afghanistan ist eine zu viel!
Wirklich jede und jeder weiß: In Afghanistan herrscht Krieg. 2016
starben mehrere tausend Zivilist*innen durch Terror, Kriegsgefechte und
Bomben. 2017 kam es allein innerhalb der ersten zwei Wochen zu
Anschlägen und Entführungen in Kabul, Kandahar, Helmand und Pamir mit
über hundert Toten. Afghanistan ist kein sicheres Land! Nicht für die
Menschen, die dort leben, und erst recht nicht für Asylsuchende, die
dorthin abgeschoben werden sollen. Viele Gruppen und Minderheiten in
Afghanistan werden von den Taliban besonders verfolgt und terrorisiert.
Und auch in den Nachbarstaaten sind sie vor Gewalt und Diskriminierung
nicht ansatzweise sicher.

Vor dem Hintergrund, dass die bundesdeutsche Gesellschaft immer mehr von
Angst und Hass geprägt wird, gilt es eigentlich klar Haltung zu zeigen.
Für Mitmenschlichkeit. Für Solidarität. Dass aber Menschen in
Deutschland nachts, wie Schwerverbrecher, von der Polizei abgeführt, aus
ihren Familien und Freundeskreisen gerissen und in Flughäfen gesammelt
werden um sie dann, wenige Stunden später, an einem der gefährlichsten
Orte der Welt einfach abzuladen, zeigt wie sehr die Politik der
Regierung den Hetzern und Hetzerinnen von AfD und PEGIDA in die Hände
spielt.

Jetzt kommt es auf uns an: Wir wehren uns gegen diese unmenschlichen
Abschiebungen! Wir sind laut und setzen ein klares Zeichen: Für ein
solidarisches, vielfältiges, migrantisches Berlin!

Gegen den Psychoterror, dem afghanische Communities ausgesetzt sind!
Gegen die Entscheidepraxis des Bundesamt für Migration und Flucht:
Afghanistan ist nicht sicher!
Gegen das Anbiedern an rechtspopulistische Hetze!

Für ein Berlin, in dem kein Mensch Angst haben muss am nächsten Tag
abgeschoben zu werden!
Für einen sofortigen Abschiebestopp!
Für ein dauerhaftes Bleiberecht!

Berlin sagt NEIN! zu Abschiebungen nach Afghanistan!

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