Montag, der 8. Oktober 2018
Didaktik-Workshop am 11. November

Wir laden alle Deutschlehrer*innen zum Didaktik-Workshop ein!
 
Der Workshop in der KuB (Oranienstraße 159) wird
etwa zwei Stunden in Anspruch nehmen und soll einige grundlegende Gedanken für den DaZ-Unterricht mit wechselnden Gruppen vermitteln. Außerdem wird Raum für Austausch gegeben sein.
 
WICHTIG: Wenn ihr teilnehmen möchtet, meldet euch bitte per Mail bei folgender Adresse an: info [ ät ] multitude-berlin.de
 
Wir freuen uns auf euch!
 
 
Foto: © Element5 Digital / Unsplash


Freitag, der 13. April 2018
Soli-Party für den Multitude-Garten am 22. April

Die Vereine Multitude und Sonne-über-Berlin laden ein zum geselligen Zusammentreffen auf dem Garten-Gelände des Wagenplatzes Karpfenteichstr. 13 in Berlin-Treptow mit Spiel, Saus und Schmaus bei akustischer Live Musik.

Es gibt eine Kuchen- und Salatbar, zu der gerne auch Köstlichkeiten beigesteuert werden können. Zudem werden Pizza aus dem Lehmofen und Getränke von der Bar zum Soli-Preis angeboten.
Eine Tischtennisplatte steht bereit, Jonglierbälle und Hula-Hoop-Reifen sind da und weitere verspielte Aktionen geplant.  Abends können wir uns am Lagerfeuer aufwärmen.

Mit Musik von:
Sprüssy & Hansa (aus der Schweiz)
Flash Tarzan 
+ weiterer Act angefragt
(für die Künstler*innen geht der Hut rum)

Die Einnahmen für Essen und Getränke gehen an den Multitude Garten auf dem Gelände, welcher Geflüchteten die Möglichkeit gibt kostenlos zu gärtnern.
Hier geht es zur Facebook-Veranstaltung, um Freund*innen dazu einzuladen >>>


Montag, der 5. März 2018
Multitude sucht Hilfe in der Freiwilligenkoordination

 

Viele Freiwillige sind täglich für Multitude in vier Flüchtlingsheimen aktiv: Sie geben Deutschunterricht und bieten parallel eine Kinderbetreuung an, damit die Eltern in Ruhe lernen können. Jede*r einzelne unserer Freiwilligen leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung geflüchteter Menschen beim Einstieg in die deutsche Gesellschaft. Bei der Koordinations-AG versuchen wir, den Leuten im Deutschunterricht und der Kinderbetreuung die Arbeit zu erleichtern. Dafür brauchen wir eure Unterstützung! Wenn ihr Zeit und Lust habt, uns ein paar Stunden in der Woche mit eurem Engagement zu helfen, die Freiwilligenarbeit zu verbessern, könnte zu euren Aufgaben gehören:

– Koordination zwischen Heimleitungen, Helfern und Neueinsteigern
– Anwerben von neuen Freiwilligen
– Öffentlichkeitsarbeit (Flyer designen, Artikel schreiben)
– Planen von Soli-Parties, um Geld für Unterrichtsmaterialien zu sammeln
– Eigene Ideen umsetzen

Wie viel ihr euch engagieren wollt, ist in jedem Fall euch überlassen. Zwei Stunden in der Woche können schon eine große Hilfe sein. Uns ist dabei besonders wichtig, dass ihr Aufgaben bearbeitest, die ihr interessant findet und bei denen ihr euch persönlich weiterentwickeln könnt.
Wenn ihr also Lust habt eine solche Aufgabe in unserem Verein zu übernehmen oder wenn eure Fähigkeiten im Unterrichten oder der Kinderbetreuung nicht mit eurem Organisationstalent mithalten können, dann meldet euch bei uns unter: koordination [ ät ] multitude-berlin.de

Wir freuen uns auf euch! Die Koordinations-AG von Multitude


Donnerstag, der 7. Dezember 2017
Das letzte Einstiegstreffen in diesem Jahr

Vor dem Jahresende wird es noch ein letztes Multitude-Einstiegstreffen geben, und zwar am 17.12. um 17.30. Treffpunkt ist vor der KuB (Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrant_innen, Oranienstraße 159).

Kommt vorbei, wenn ihr mehr über Multitude und unsere Arbeit erfahren möchtet bzw. wissen möchtet, wie ihr euch einbringen könnt.

Wir freuen uns auf euch!


Mittwoch, der 5. Juli 2017
Lager in der Motardstraße geschlossen – vorerst kein Unterricht in Spandau

Zum 1. Juli 2017 wurde das Erstaufnahmelager in Spandau nach 25 Jahren geschlossen. Vor 16 Jahren bot die „Initiative Deutschunterricht“, die später zu Multitude e. V. wurde, dort die ersten Deutschstunden an. Seit vielen Jahren sind uns Ankündigungen zur Schließung des Lagers bekannt, doch oft wurde diese nur verschoben. Aufgrund des schlechten Zustandes der Containerbauten, verfallener sanitärer Anlagen und fehlender Privatsphäre war die nun erfolgte Schließung eine lange überfällige Entscheidung.

Im Gegensatz zu dem jahrelangen Vorlauf ging der Umzug nun sehr schnell vonstatten, es blieb nicht einmal die Zeit, uns im Vorhinein darüber zu informieren: Wir erfuhren von der Schließung durch die Geflüchteten beim Deutschunterricht. Darüber hinaus kritisieren wir die neue Unterbringung der alleinstehenden Männer, die aus Spandau nach Buch umziehen mussten – ein Ortsteil, in dem bereits Unterkünfte brannten und der weit von ihrem bisherigen Umfeld entfernt liegt. Zwar sind die Räumlichkeiten dort in einem besseren Zustand, die Geflüchteten verfügen jedoch über noch weniger Privatsphäre als in der alten Unterkunft.

Wir ergründen momentan, ob es in Spandau eine weitere Unterkunft gibt, in der es an sprachlichen und kulturellen Angeboten und Anbindung mangelt und in die wir unseren Deutschunterricht verlegen können. Wenn es so weit ist!, werden wir es an dieser Stelle bekannt geben.


Donnerstag, der 16. März 2017
Kein Einstiegstreffen im März

Das Einstiegstreffen im März muss leider ausfallen. Ein neuer Termin im April wird rechtzeitig bekannt gegeben. Wir bitten um Verständnis und freuen uns auf alle Interessierten, die im April dabei sein werden.


Dienstag, der 14. Februar 2017
Offener Brief: Abschiebungen aus Berlin stoppen

In mehreren Städten protestierten am vergangenen Samstag einige Tausend Menschen gegen Abschiebungen nach Afghanistan und für ein Bleiberecht für Geflüchtete. Nur wenige Tage zuvor haben der Bund und die Ministerpräsident*innen der Länder mit ihrem 15-Punkteplan ein Maßnahmenpaket beschlossen, das zu noch mehr und leichteren Abschiebungen, und größerem Rückkehrdruck führen soll.

Mit einem Offenen Brief an die Berliner Landesregierung und die Fraktionen der SPD, Grünen und Linkspartei wenden sich nun Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, und Initiativen dagegen. Sie fordern darin die neue Koalition auf, einen Abschiebestopp in Berlin zu verwirklichen und sich für ein Bleiberecht einzusetzen. Er kann auch weiterhin unterzeichnet werden.


Abschiebungen aus Berlin stoppen! Bleiberecht für alle!
Für einen wahren Paradigmenwechsel im Berliner Rathaus.

Wir fordern die neue Koalition dazu auf, einen Abschiebestopp in Berlin zu verwirklichen und sich für ein Bleiberecht ohne Wenn und Aber einzusetzen.

Im Koalitionsvertrag wird ein „Paradigmenwechsel“ in Bezug auf das Aufenthalts- und Asylrecht angekündigt, was wir zunächst begrüßen. Als konkrete Schritte werden jedoch lediglich die Stärkung der Härtefallkommission und der Einsatz für die Abschaffung von Abschiebehaft und -gewahrsam auf Bundesebene genannt.

Der im Koalitionsvertrag beschriebene sogenannte Paradigmenwechsel entpuppt sich daher bei genauerem Hinsehen als Sammlung kosmetischer Maßnahmen. Die Koalition will statt Abschiebungen auf angeblich „freiwillige Rückführungen“ setzen. Dies sind Abschiebungen in vermeintlich humanitärem Gewand: Sie werden lediglich durch ein Taschengeld an die Abgeschobenen kaschiert und dienen dazu, Druck auf die Betroffenen aufzubauen.

Ein Paradigmenwechsel, der Abschiebungen lediglich durch die verstärkte Förderung der sogenannten „unterstützten Rückkehr“ ersetzen möchte, ist keiner.

Wir fordern einen antirassistischen Politikwechsel!

Oft wird im Bereich des Aufenthalts- und Asylrechts von Seiten der Länder behauptet, ihnen seien rechtlich die Hände gebunden, und auf die Bundesebene verwiesen. Aber in Brandenburg gibt es seit kurzem einen Abschiebestopp für Opfer rechter Gewalt [1]. In Thüringen und Schleswig-Holstein beschlossen die Landesregierungen 2014 [2] eine Aussetzung der Abschiebungen zumindest über den Winter. Dies könnten erste kleine, leicht zu machende Schritte in die Richtung eines wirklichen Politikwechsels sein. Im Berliner Vertrag finden wir dahingegen vor allem unverbindliche Versprechungen, die wie leere Neujahrsvorsätze klingen.

Der Berliner Koalitionsvertrag trägt den Slogan „Solidarisch. Nachhaltig. Weltoffen.“

Wir fordern eine Politik, die wirklich solidarisch und weltoffen ist! Das bedeutet für uns:

  1. Abschiebungen aus Berlin sofort stoppen. Bleiberecht für alle neu angekommenen Berliner. Die sich immer weiter verschärfende Trennung in Geflüchtete mit „guter“ und „schlechter“ Bleibeperspektive verurteilen wir. Wir stellen uns entschieden gegen die Kategorisierung von Menschen nach Nationalität, Fluchtgrund oder Verwertbarkeit. Wir fordern eine solidarische und unterschiedslose Aufnahme aller Geflüchteten.
  2. Mit Entsetzen und Wut haben wir daher die Pläne der grünen Landesregierungen gelesen, der sich auch die Berliner Grünen angeschlossen haben, Abschiebungen in das durch den Krieg zerstörte Afghanistan durchführen zu wollen – laut der UN und des renommierten Global Peace Index auch 2016 wieder eines der gefährlichsten Länder der Welt [3]. Bei den großen Demonstrationen gegen Abschiebungen nach Afghanistan am Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2016 sowie am vergangenen Samstag hat die neue und alte Berliner Zivilgesellschaft bereits deutlich gemacht, was sie von diesen Plänen hält: Sie sind menschenverachtend und zynisch und geschehen nicht in unserem Namen. Wir wollen Bleiberecht und Bewegungsfreiheit für Alle. Unsere Solidarität ist unteilbar!
  3. Auf Bundesebene fordern wir die Berliner Landesregierung dazu auf, alle ihre Kräfte zu nutzen, um sich gegen eine Verschärfung des Asylrechts und gegen die Ausweitung des Prinzips der sicheren Herkunftsstaaten auf weitere Länder einzusetzen sowie die geplante Beschleunigung von Abschiebungen zu verhindern. Die öffentliche Debatte um „Gefährder“, Terror und die innere Sicherheit Deutschlands darf nicht für eine Einschränkung der Rechte von Geflüchteten instrumentalisiert werden.

[1] Vgl. Süddeutsche Zeitung, 03.01.2017: „Brandenburg schafft Bleiberecht für Opfer rechter Gewalt“; in: http://www.sueddeutsche.de/politik/asylpolitik-brandenburg-schafft-bleiberecht-fuer-opfer-rechter-gewalt-1.3320408.

[2] Vgl. n-tv, 09.12.2014: „Thüringer Regierung erlässt Abschiebestopp“; in: http://www.n-tv.de/politik/Thueringer-Regierung-erlaesst-Abschiebestopp-article14124806.html. Leider haben beide Landesregierungen 2015 diese Regelung aus fadenscheinigen Gründen wieder abgeschafft.

[3] UN OCHA (2016): Humanitarian Needs Overview: Afghanistan./ Global Peace Index (2016): Global Rankings.