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Wann:
8. November 2017 um 19:00 – 21:30
2017-11-08T19:00:00+01:00
2017-11-08T21:30:00+01:00
Wo:
Mehrgenerationenhaus
Gneisenaustraße 12

Auf dem Podium begrüßen wir:
*Merve Avdic*- Juma- jung, muslimisch, aktiv
*Denise Bergt* (angefragt)- International womens‘ space
*Bafta Sarbo*- ISD- Initiative Schwarze Menschen in Deutschland
*Milan Pavlovic*- Rroma Informations Centrum

Um was geht es?
Eine zunehmende Gewaltbereitschaft und ein anhaltend starkes Demokratiemisstrauen mit autoritären Aggressionen gegen Muslim*innen, Sinti und Romni*ja und Asylsuchende zählen zu den zentralen Ergebnissen der repräsentativen Leipziger Mitte-Studien zu autoritären und rechtsextremen Einstellungen in Deutschland (Juni 2016). In diesem
Zusammenhang ist von der „Enthemmten Mitte“ die Sprache.

So zeigten diese menschen(rechts)feindlichen und rechtpopulistischen Einstellungen in der Gesellschaft ihre Wirkung bei den Bundestagswahlen im September z.B. mit dem Einzug der AfD als drittstärkster Partei in den Bundestag und rückten die Politik weiter nach rechts. Protestwähler*innen seien es, heißt es in den Analysen.
Doch lassen sich diese Einstellungen auch in anderen Bereichen der Gesellschaft feststellen – seien es in Medien, Kunst, Kultur, Bildung und in Unternehmen oder sozialen Einrichtungen.

In unserer Gesprächsrunde möchten wir uns vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen erst recht mit der Vielfalt befassen. Es soll um die „Vielfalt als Widerstand“, aber auch um die „Vielfalt des Widerstandes“ und ihre Gesichter gehen, die seit Jahrzehnten unsere
Gesellschaft mitgestalten und in Richtung einer inklusiven,
demokratischen Gesellschaft beeinflussen. Wir möchten den Blick auf die „Kämpfe der Migration“ lenken, die wir nicht nur als Kämpfe der nicht-weißen, nicht-“herkunftsdeutschen“ Bevölkerung verstehen,
sondern insbesondere als Kämpfe z.B. um Menschenrechte, um echte Partizipation und Demokratie in unserer Gesellschaft. Wie sehen diese
Kämpfe aus? Worin liegt ihr Beitrag für eine inklusive und
solidarische Gesellschaft? Was muss sich verändern, damit dieser
Widerstand gerade in diesen zunehmend menschen(rechts)feindlichen
Zeiten breitere
Handlungs- und Wirkungsmacht besitzt? Wie können diese Kämpfe
zusammengeführt werden und sich solidarisieren? Wie kann/soll, der
Beitrag einer weißen, deutschen Mehrheitsgesellschaft zu diesen
Kämpfen der Migration aussehen, gemäß der Schwarzen deutschen
Aktivistin May Ayim „die Wut der Schwarzen Frauen sollte auch die
Empörung von weißen Frauen sein“?

Übersetzer*innen für Farsi und Arabisch unterstützen uns.

Das Mehrgenerationenhaus hat einen rollstuhlgerechten Zugang über eine
mobile Rampe, leider keine rollstuhlgerechte Toilette.
Die Veranstaltung wird vom Nachbarschaftshaus Urbanstraße und dem
Bündnis Solidarische Stadt organisiert.

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