Der folgende Offene Brief kann auf change.org von Personen und Institutionen unterzeichnet werden:

Sehr geehrter Bürgermeister Müller, sehr geehrte Bildungssenatorin Scheeres,

die Senatsbildungsverwaltung plant, im kommenden Schuljahr bis zu 220 geflüchtete Schüler*innen abseits des Regelbetriebs im Gebäude der ehemaligen Luise-und-Wilhelm-Teske-Schule (Tempelhof-Schöneberg) zu beschulen. Im Tempelhofer Weg 62 soll ein sogenanntes „temporäres Bildungszentrum“ entstehen.

In „Willkommens-Profil-Klassen“ sollen Schüler*innen, die zwischen 15 und 16 Jahre alt sind und nach Einschätzung ihrer Lehrkräfte die sprachlichen oder fachlichen Anforderungen für den Übergang in den Regelschulbetrieb nicht erfüllen, auf den Übergang in berufsbildende Lehrgänge an den Oberstufenzentren vorbereitet werden.

Als reguläre Schule darf das Gebäude laut Bildungsverwaltung aus bauordnungsrechtlichen Gründen nicht mehr genutzt werden. Wie kann der Schulstandort dann für geflüchtete Schüler*innen geeignet sein?

Für die soziale und sprachliche Inklusion von Schüler*innen, die neu in Berlin sind, ist der Kontakt zu Schüler*innen, die hier aufgewachsen sind, von zentraler Bedeutung. Dieser Kontakt wird mit der geplanten räumlichen Isolation praktisch unmöglich gemacht.

Anstatt die bestehenden Tendenzen zur Ausgrenzung noch zu verstärken, sollte alle Kraft darauf verwendet werden, die Schüler*innen von Beginn an als vollwertige Mitglieder der jeweiligen Schulgemeinschaften zu begreifen!

Wir fordern, dass das Vorhaben, ein separiertes Bildungszentrum in der ehemaligen Teske-Schule einzurichten, sofort gestoppt wird!

Wir fordern stattdessen die sofortige Integration der jungen Migrant*innen an Regelschulen und Oberstufenzentren.

Wir erteilen allen Tendenzen zur Segregation eine klare Absage.